Freitag, 29. Januar 2021

 Tüünstedt  –  Alte Gespenster

Seit ’45 immer noch unterwegs

     Der uns vor einigen Tagen angekündigte große Mercedes 770/1939(?) von anno dunnemals ist heute Vormittag im Tieloh-HQ vorgefahren. Die vier ziemlich vergeisterten Insassen sind angeblich ein gewisser Adolf Führer, seine persönliche Sachbearbeiterin Eva Blümchen, ihr Bodyguard Rocky Mitch sowie Ecki Kemm, ein hochrangiger Chauffeur. 



     Weil als letzte Adresse der Reisenden "Rio" angegeben wird, sie aber offensichtlich schon einige Zeit in Spanien verbracht haben, besteht Schwester Hildegard auf einer gründlichen Quarantäne, bis unsere altbewährten Tüün-Geister sich von der Identität der "Neuen" überzeugt haben.


     Kleinherzog R.T. Leu von Tüünstedt sagte: "Die sollen hier ja nicht laut rumgeistern! Erstmal blasse Brötchen backen, bevor wir weitersehen.“ 

     Susi Skript / Tüünstedter Nachrichten Manufaktur

Dienstag, 26. Januar 2021

 Tüünstedt  –  schneller Horcheln

Mehr Horch für Tüünstedt

     Generaloberstabsfeldwebel Veelstriepen überlegte sich seit Tagen, ob er sich einen 1939er Horch 855-1/43 Spezial Roadster von Kutschen-Karosserierer "Gläser" für schnelle Kurier-Fahrten vom Tieloh-HQ nach Drüben zulegen sollte. 





     OK RT bestätigte, dass Kutschen-Karosserierer "Gläser" einen tollen Sinn für pralle Formen hätte. Trotzdem hat er aber sofort kritisch die rechte Augenbraue hochgezogen. „Zuerstmal das soeben bestellte, neue Telefunken-Televisions-Ding übernehmen. An schnelle Fernfahrten denken wir, wenn überhaupt, erst später". Daraufhin schmollte Veelstriepen etwas. 

     Nach ziemlich sorgfältiger Büdschéé-Kalkulation mit seinem butterweichen Grünstift hat Generaloberstabsfeldwebel Veelstriepen nun doch die Erlaubnis erhalten, eine aktuelle 2020er-Replik des von ihm begehrten 1939er HORCH 855-1/43 Spezial Roadster ála Kutschen-Karosserierer "Gläser"zu beschaffen. Der soll dann für schnelle, unauffällige Kurier-Fahrten zwischen dem Tieloh-HQ und der Fähre bei Drüben genutzt werden. Vielleicht abwechselnd mit dem HORCH 853A-1/43 von 1938 und den zwei Mercedes 540K-1/43 von 1937. 

     Veelstriepen glaubt, dass die Kuriere nicht so leicht zu enttarnen sind, wenn an verschiedenen Tagen verschiedene Kuriere in verschiedenen Roadstern auf den schmalen und anspruchsvollen Landstraßen nach Drüben verkehren. Natürlich müssen auch die benutzten Landstraßen-Strecken geheim bleiben. "Wir schaffen das!" meint Veelstriepen zuversichtlich. 

     Susi Skript / Tüünstedter Nachrichten Manufaktur


Mittwoch, 13. Januar 2021

  Tüünstedt  –  ziemlich eingesperrt

Eingangssperre 

     Aufgrund der theoretisch wie praktisch beunruhigenden, internationalen Zeitungs- und Televisions-Nachrichtenlage, lösten Oberkommandierender RT (Tieloh-HQ), Kleinherzog R.T. Leu von Tüünstedt und Generaloberstabsfeldwebel Veelstriepen (stets bereiter Tüün-Rat) am Mittwoch Vormittag, gleich nach dem Frühstück einstimmig den ungewöhnlichen Tüün-Alarm der Stufe Gelb/Orange/Rot aus ! 


                                             V                        V                        V

     Alle Außentüren werden geschlossen und verriegelt, die Fenster werden mit Sturmschotten gesichert. Wasser und Nahrung für 6 Wochen sind gebunkert und werden rationiert. Jeder Tüünstedter soll seine persönliche Lieblingswaffe für die spontane Defensiv-Aggression bereit halten. 

     Kommunikation mit Kontinentaldeutschland und anderem Ausland erfolgt nur noch über die gewohnte Tüünstedter Langdraht- sowie Funkwellen-Antenne. 

     Allen Tüünstedtern wird Meinungsfreiheit garantiert ! "Jeder darf meine Meinung haben !" sagt Kleinherzog R.T.Leu von Tüünstedt. 

    Susi Skript / Tüünstedter Nachrichten Manufaktur




Samstag, 9. Januar 2021

 Tüünstedt  –  reichlich grün

Grenzhecken gegen Kriechlinge 

     Der uns zugelaufene finnische Landschaftsarchtekt Sannftii Gröönfinngr hat dem Tüün-Rat einen verwirrenden Vorschlag zum Küstenschutz unterbreitet. 

     Er empfiehlt vor allem im Nahbereich neben oder vor Eingängen, Zugbrücken etc. 2,5 Meter dicke und 2,50 Meter hohe, mäandernde Grenzhecken-Labyrinthe mit einer Durchgangsbreite von 1,25 Meter. Die Hecken sollten aus einer gesunden Mischung dicht wuchernder und stacheliger Gehölze angepflanzt werden. Untenrum könnten Brennnesseln und Brombeeren einen feindlichen Durchkriech verhindern. 

     Wie bei Labyrinthen üblich, würden Irrwege zu Sackgassen nicht eingeladene, feindliche Eindringlinge zusätzlich irritieren. Freundliche Besucher mit Eintrittskarte werden selbstverständlich richtig durch das Labyrinth geleitet. 



Simple, nur in einer Richtung denkende, feindliche Kriecher müssten folglich bis zu 10 Meter durch Dornen und Nesseln kriechen. Sannftii Gröönfinngr hält diese Anforderung für ausreichend abschreckend. 

     Schwester Hildegard will den Vorschlag spätestens zum Frühlings-Thing dem Tüün-Rat zur Abstimmung vorschlagen. Sie hofft auf einstimmige Begeisterung.

    Susi Skript / Tüünstedter Nachrichten Manufaktur

Dienstag, 22. Dezember 2020

  Tüünstedt  –  ziemlich angespannt

Männer und ihr Spielzeug . . . tsss 

     Generaloberstabsfeldwebel Veelstriepen hatte sich eine "gut erhaltene 8,8mm-1/43 Flak“ über die Langdraht-Antenne bestellt. Vorhin wurde ihm nun eine 8,8mm-1/32 an die Container-Tür geliefert. Ein riesiges Gerät. Fünf verdammt große "Berater" waren auch dabei. 

     Veelstriepen war etwas irritiert, bis sie ihm erklärten, dass die erzostdeutsche Militär-Bedarfs-Maklerin wohl keine Ahnung vom Unterschied zwischen der 8,8mm-Flak-1/43 und 1/32 hatte. Die fünf "Berater“ wurden erstmal von Stabshelferin Irony Airsteam in den Gäste-Container begleitet und mit Kaffee versorgt.   

     Veelstriepen überlegte sofort, ob er die Riesenflak getarnt an der Nordost-Küste in Stellung bringt, oder gleich nach Kiew (Ukraine) weiterverkauft. Die sollen da ja noch Bedarf an großen Geräten haben.

     In "kleiner Runde" wurde in Veelstriepens Container über eine mögliche Verwendung der riesigen Acht-Acht/32 diskutiert. Auch Ziele in der englischen Nordsee wurden erwähnt. Auf Anraten von Außenpolitiker Rollo von Tüünstedt wird die Acht-Acht vorerst im Nordosten Tüünlands in einer gut geschützten und getarnten Blitz-Alarm-Stellung mit Haupt-Kampfrichtung Nord bis Nordost positioniert. Von dort aus kann ein Durchbruch einer feindlich gesonnenen, nicht gekennzeichneten, vermutlich also Wlad-Pu-russischen Selbstverteidigungs-Landungs-Flotte mit dem Ziel Tüünstedt, Lübeck, Wismar und dem Hauptfahrwasser vor Fehmarn, zumindest leicht behindert werden. Angesichts aktueller Wlad-Pu-Gift-Mischungen scheint diese Sicherungs-Maßnahme wichtiger zu sein, als eine sporadische Behinderung des englischen Humors.

    Susi Skript / Tüünstedter Nachrichten Manufaktur


Montag, 21. Dezember 2020

  Tüünstedt  –  relativ entspannt

Mit Whisky, Haggis und Shortbread gefüllt 

     Nikki Störtebeeker und Kuddl Daddldu haben sich für ein paar Tage abgemeldet. Sie wollen mit Nikkis Schnellyacht S1308 von Tönning aus eine alte Route nach Macduff in Schottland wiederbeleben. Nikki hofft, dass sich die dortigen Schmuggler noch an ihre glorreichen Ahnen erinnern, die, an dem Tyrannenfranz Napoleon vorbei, von ca. 1800 bis mindestens 1913 die norddeutschen Hanseaten mit Whisky, Shortbread, gefüllten Schafsmägen und bunten Wolldecken versorgten. 

     Nikki glaubt, dass diese Topsecret-Route schon ab dem 1.1.2021 wieder wichtig wird, und er will dabei sein. Er will den Schotten dafür anbieten, hier in HH, SH und MVP u.a. auch ihre musikalischen Luftsackflöten zu verkaufen. Ohne lästigen Uschi-Zoll.

     Admiral i.R. Druff sagt, dass Nikkis Route von Tönning nach Macduff ziemlich gut gewählt sei. Sie führe mitten durch die Nordsee über die alte Flachwasserzone der Doggerbank bis kurz hinter Aberdeen. Dann nur noch ein paar Seemeilen nach Backbord und schon ist Nikki im Hafen von Macduff. Englische Großkampfschiffe wie Queen Lisbeth oder Charly Wales können dort nicht optimal operieren. Wegen der Brandung und so. 

     Ein annonüümer Krabben-Puuler hat Nikkis Schnellyacht kurz hinter Tönning-Schleuse beim Beschleunigen in die grüngraue Nordsee hinaus beobachtet und das Foto an MacThunderapple gesendet. Hinweis: "Grüngraue Nordsee“ bedeutet "Kotzgrün“. Bitte Richtung Lee kotzen.



Nikkis Schellyacht S1308 ist unauffällig und schnell. Mit eingeschaltetem Tüün-Turbo und Hochleistungs-Bio-Diesel läuft Nikkis Schnellyacht so knapp um die 50 Knoten. Sagt Nikki.

     Nikki Störtebeeker hat sich am Sonntag in aller Frühe per Seefunk von der Rückfahrt gemeldet. Er brauche bei halber Fahrt noch drei Stunden bis Helgoland. Dort will er einen Knaller starten. Was das wohl bedeutet. GOStFw Veelstriepen grinst, sagt aber nichts.

Nikki Störtebeeker hat per Seefunk mitgeteilt, dass er der Royal Navy nordwestlich von Helgoland die ROTE KARTE gezeigt hat. In etwa 1 Stunde käme er wohl in Tönning oder Husum oder Cuxhaven an. Gegen etwas Nebel hätte er nichts, aber bitte keine ausufernde Begrüßungsparade. 

     Nikki Störtebeeker und Kuddl Daddldu sind beinahe zurück von ihrer Schottland-Fahrt. Leider waren in Husum und Tönning die Schleusen dicht. Deshalb hatte Nikki nur noch die Wahl zwischen List (auf Sylt) und Tügge (bei Bruunsbüdel). Die Gras-und Schilfsandbänke bei Tügge sind übrigens nicht auf Straßenkarten verzeichnet! 

     Wegen des über Nacht entdeckten 70%-Virus aus London (auf Britannien) dürfen Nikki und Kuddl nicht ungewaschen von Bord. Das Elbwasser war ihnen heute Früh nicht warm genug, deshalb haben sie die Schnellyacht vorerst auf den Tüggeschen Sandbänken zwischen Schilf und Seegras versteckt. Heute Mittag wollen sie sich eine Überlebens-Ration Labskaus und pro Mann zwei frisch gefangene Rollmöpse gönnen. Whisky haben sie jetzt genug. 

    Susi Skript / Tüünstedter Nachrichten Manufaktur 





Freitag, 18. Dezember 2020

 Tüünstedt  –  ganz dringend

Mit Seide gefesselt ? 

      Kleinherzog R.T. Leu von Tüünstedt hat für dieses Wochenende einen anscheinend dringend notwendigen Sonder-Tüün-Thing einberufen. 

     Thema sind die globalimperialistischen Zukunfts-Absichten von China (Fesselung der Welt mit Seidenfäden), von Russland (Wodka zuerst / Сначала водка), und evtl. immer noch von den Amiland-Amerikanern (Mighty Dump first).

     Einbestellt wurden alle gewählten Tüün-Räte, der "Alte-Geister-Rat" und 'n paar relevante Sonder-Berater.  

     Nikki Störtebeeker kreuzt noch irgendwo über der Dogger-Bank. Er wird von Gnoom und Foss vertreten. 

     Crazy Iron Horse ist derzeit quasi verschollen. Zumindest aber flüchtig. Einige Zielfahnder wollen ihn irgendwo in der nicht genau definierten Mitte der Prairie gesehen haben.

     Für seine eigene Verpfegung soll jeder Thing-Teilnehmer selbst sorgen. Smut Smutson gibt gerade Smörrebröd-Nachhilfe-Kurse in Esrom (DK).

    Susi Skript / Tüünstedter Nachrichten Manufaktur