Montag, 21. Dezember 2020

  Tüünstedt  –  relativ entspannt

Mit Whisky, Haggis und Shortbread gefüllt 

     Nikki Störtebeeker und Kuddl Daddldu haben sich für ein paar Tage abgemeldet. Sie wollen mit Nikkis Schnellyacht S1308 von Tönning aus eine alte Route nach Macduff in Schottland wiederbeleben. Nikki hofft, dass sich die dortigen Schmuggler noch an ihre glorreichen Ahnen erinnern, die, an dem Tyrannenfranz Napoleon vorbei, von ca. 1800 bis mindestens 1913 die norddeutschen Hanseaten mit Whisky, Shortbread, gefüllten Schafsmägen und bunten Wolldecken versorgten. 

     Nikki glaubt, dass diese Topsecret-Route schon ab dem 1.1.2021 wieder wichtig wird, und er will dabei sein. Er will den Schotten dafür anbieten, hier in HH, SH und MVP u.a. auch ihre musikalischen Luftsackflöten zu verkaufen. Ohne lästigen Uschi-Zoll.

     Admiral i.R. Druff sagt, dass Nikkis Route von Tönning nach Macduff ziemlich gut gewählt sei. Sie führe mitten durch die Nordsee über die alte Flachwasserzone der Doggerbank bis kurz hinter Aberdeen. Dann nur noch ein paar Seemeilen nach Backbord und schon ist Nikki im Hafen von Macduff. Englische Großkampfschiffe wie Queen Lisbeth oder Charly Wales können dort nicht optimal operieren. Wegen der Brandung und so. 

     Ein annonüümer Krabben-Puuler hat Nikkis Schnellyacht kurz hinter Tönning-Schleuse beim Beschleunigen in die grüngraue Nordsee hinaus beobachtet und das Foto an MacThunderapple gesendet. Hinweis: "Grüngraue Nordsee“ bedeutet "Kotzgrün“. Bitte Richtung Lee kotzen.



Nikkis Schellyacht S1308 ist unauffällig und schnell. Mit eingeschaltetem Tüün-Turbo und Hochleistungs-Bio-Diesel läuft Nikkis Schnellyacht so knapp um die 50 Knoten. Sagt Nikki.

     Nikki Störtebeeker hat sich am Sonntag in aller Frühe per Seefunk von der Rückfahrt gemeldet. Er brauche bei halber Fahrt noch drei Stunden bis Helgoland. Dort will er einen Knaller starten. Was das wohl bedeutet. GOStFw Veelstriepen grinst, sagt aber nichts.

Nikki Störtebeeker hat per Seefunk mitgeteilt, dass er der Royal Navy nordwestlich von Helgoland die ROTE KARTE gezeigt hat. In etwa 1 Stunde käme er wohl in Tönning oder Husum oder Cuxhaven an. Gegen etwas Nebel hätte er nichts, aber bitte keine ausufernde Begrüßungsparade. 

     Nikki Störtebeeker und Kuddl Daddldu sind beinahe zurück von ihrer Schottland-Fahrt. Leider waren in Husum und Tönning die Schleusen dicht. Deshalb hatte Nikki nur noch die Wahl zwischen List (auf Sylt) und Tügge (bei Bruunsbüdel). Die Gras-und Schilfsandbänke bei Tügge sind übrigens nicht auf Straßenkarten verzeichnet! 

     Wegen des über Nacht entdeckten 70%-Virus aus London (auf Britannien) dürfen Nikki und Kuddl nicht ungewaschen von Bord. Das Elbwasser war ihnen heute Früh nicht warm genug, deshalb haben sie die Schnellyacht vorerst auf den Tüggeschen Sandbänken zwischen Schilf und Seegras versteckt. Heute Mittag wollen sie sich eine Überlebens-Ration Labskaus und pro Mann zwei frisch gefangene Rollmöpse gönnen. Whisky haben sie jetzt genug. 

    Susi Skript / Tüünstedter Nachrichten Manufaktur 





Freitag, 18. Dezember 2020

 Tüünstedt  –  ganz dringend

Mit Seide gefesselt ? 

      Kleinherzog R.T. Leu von Tüünstedt hat für dieses Wochenende einen anscheinend dringend notwendigen Sonder-Tüün-Thing einberufen. 

     Thema sind die globalimperialistischen Zukunfts-Absichten von China (Fesselung der Welt mit Seidenfäden), von Russland (Wodka zuerst / Сначала водка), und evtl. immer noch von den Amiland-Amerikanern (Mighty Dump first).

     Einbestellt wurden alle gewählten Tüün-Räte, der "Alte-Geister-Rat" und 'n paar relevante Sonder-Berater.  

     Nikki Störtebeeker kreuzt noch irgendwo über der Dogger-Bank. Er wird von Gnoom und Foss vertreten. 

     Crazy Iron Horse ist derzeit quasi verschollen. Zumindest aber flüchtig. Einige Zielfahnder wollen ihn irgendwo in der nicht genau definierten Mitte der Prairie gesehen haben.

     Für seine eigene Verpfegung soll jeder Thing-Teilnehmer selbst sorgen. Smut Smutson gibt gerade Smörrebröd-Nachhilfe-Kurse in Esrom (DK).

    Susi Skript / Tüünstedter Nachrichten Manufaktur 




Donnerstag, 17. Dezember 2020

  Tüünstedt  –  inzwischen dringend

Motivations-Kraut 

      Schwester Hildegard wollte etwas gegen die lähmende Tagesmotivations-Losigkeit in Tüünstedt tun und hat deshalb im beliebten 6-Uhr TüFF (Tüünland-Flur-Funk) berichtet, dass Hypertüünose für Tüünstedter ein völlig normaler Geisteszustand sei. Niemand müsse sich deshalb zwischen 05:00 und 21:00 wegen seiner Tagesmotivations-Losigkeit um seinen Geisteszustand Sorgen machen. Nur OK RT kuckt trotzdem etwas besorgt. 

     Schwester Hildegard hat uns nun vorhin ziemlich diskret gefragt, ob wir noch irgendeine vertrauenswürdige Quelle für das beliebte, sogenannte Motivations-Kraut kennen. Deshalb fragt die TüNM-Redaktion nun unsere Leser: Kennt jemand noch irgendeine Quelle (Laden, Händler oder Hypermarkt) für das beliebte Motivations-Kraut ?

    Susi Skript / Tüünstedter Nachrichten Manufaktur


Mittwoch, 16. Dezember 2020

  Tüünstedt  –  gerade noch rechtzeitig

Anti-Virus Visum 

      Der Tüün-Rat rät, ab sofort nur noch virenfreie Tüünstedter, sowie Besucher mit befristetem 12-Stunden Anti-Virus-Visum, an der Rampensau-Rampe zu empfangen. Das 12-Stunden Anti-Virus-Visum kann über die Langdraht-Antenn angefordert werden. Der Papierkram wird dann beim Aussteigen an der Rampe erledigt. Eigenen Montblanc-Kugelschreiber mitbringen.      

     Rampensau-Serviererin Döörte hat eine "Besonders-Schnell-Ausbildung" als Vitamin-Spritzerin gemacht und bespritzt nun begeistert alle, die ihr vor die Nadel kommen. Schutzhund Spike sorgt dabei für unaufgeregte Ruhe im Rampensau-Container.

     Das gelbe Bio-Warnschild am Drüben-Ufer wurde schon nach einer Stunde geklaut. Das nächste Schild soll mit Bewegungs-Meldern und Bio-Minen gesichert werden. 












     Bisher konnte der Tüün-Rat sich noch nicht einigen, ob das Bio-Warnschild unsere Tüüner vor eventuell verseuchten Besuchern aus Globalien schützen soll, oder kontinentaldeutsche Besucher vor den Aktivitäten der Tüünstedter.

     Susi Skript / Tüünstedter Nachrichten Manufaktur


Sonntag, 29. November 2020

  Tüünstedt  –  mehr oder weniger am Sonntag

Feiertags-Konjunkturwirtschaft 

      Weil heute Sonntag ist und religinöser Feiertag, dürfen die Tüünstedter etwas länger ausschlafen, sogar Generaloberstabsfeldwebel Veelstriepen. Nur die Melker, die Eiersammler und die Gassigeher sind normal früh auf. Dummerweise wurde der Glockenturm der Nonnsenzer Klosterkirche (der berühmte Bockswiesen-Dom) an eine ferngesteuerte Glockenläut-Automatik angeschlossen. Folglich waren um 06:00 trotz Sonntag und Feiertag jetzt erstmal alle wach. So‘n Schiet. 

     Bahnchef Börnie Baanersson hat gestern zugesichert, dass der öffentliche NKB-Frühzug von Tüünstedt nach Nonnsenz auch heute pünktlich um ungefähr 06:30 abfahren soll. Ankunft in Nonnsenz wie gewohnt früher oder später. Wenn nichts dazwischenkommt. 

     Soeben hat Döörte aus dem Rampensau-Container gemeldet, dass die neue, russische PickUp-Lok „MUTZI“ nicht anspringt. Die Tüüner der sogenannten "Südhalbkugel" müssen deshalb mit ihren privaten Fahr-Dingern nach Nonnsenz fahren. Und sie würde heute auch keine Smörrebbröd anbieten, weil auch Smut Smutson noch schläft. 

     Döörte mault, weil so ein Schlaftag die ganze, sorgfältig geplante Konjunkturwirtschaft durcheinanderbringt. 

     Die Schutztruppen-Jungs von der Küsten-Patrouille will sie heute provisorisch improvisiert mit Müsli und verdünnter Dosenmilch, sowie den noch gelagerten, gekochten Oster-Eiern versorgen. Zu trinken gibt es sauberes Tüünquell-Wasser. Das sei auch viel gesünder als die gepanschten Euro-Import-Getränke aus Kontinentaldeutschland. Sagt Döörte.

Susi Skript / Tüünstedter Nachrichten Manufaktur


Donnerstag, 12. November 2020

  Tüünstedt  –  ziemlich am Freitag

Alarm !  Die Russen kommen ! 

     Ein Eil-Götterbote kam vorhin in Drüben ans Ufer und legte ein "Paket" für Bahnchef Börnie Baanersson auf den Strand. Die Küstenschutz-Patrouille barg es und lieferte das "Paket” aus. Irritierend waren die küürüllischen Buchstaben auf allen Seiten. 

     Die TüKB-Eisenbahner packten das ”Paket” aus und gröölten entzückt 

"Ooooh wie süß !"

Beim Inhalt handelte es sich um ein Exemplar der neulich von kontinentaldeutschen Schmalspurbahnern präsentierten russischen ”Gelände-Lok” MUZG-4. 


Am Drüben-Strand abgelegt und geborgen

Ein kritischer Blick auf die Unterseite offenbart Probleme

Zumindest diese beiden TüKB-Eisenbahner sind wohlwollend amüsiert

     Generaloberstabsfeldwebel Veelstriepen grunzte ironisch was von "Lächerlich niedlich“. Trotzdem überlegen jetzt aber Börnie Baanersson und Paul Panzer, ob und wie sie diese ”PickUp-Lok“ zum Laufen bringen können. Wenn das nicht gelingt, soll die ”MUTZI” aber zumindest nett und gut sichtbar auf einem Sockel präsentiert werden.

Susi Skript / Tüünstedter Nachrichten Manufaktur

Mittwoch, 11. November 2020

  Tüünstedt  –  Zwischen Dienstag und Donnerstag

Sonnenschwund 

   Elfriede Suurbier hat beim Frühstück im Tieloh-HQ lautstark verlangt, dass die Tüünstedter Schutztruppe morgen (also Heute) mit ihren vielen "Kannenonen" ein paar Löcher in den grauen Hochnebel schießen solle. Wozu hätte man sonst den ganzen Krempel. Sie wolle wenigstens mal ein paar Minuten lang die Sonne sehen. 

     Bängt Ballermann ist begeistert von der Idee. Er hat sofort angefangen, seine 12/70er Patronen für die Löcherei zu polieren.  

     Alfred Mehrstein will mit seinem geerbten Wikinger-Sonnenstein die Baller-Schützen unterstützen, indem er ihnen ab 08:30 zeigt, wo die Sonne über dem Hochnebel steht. Dahin sollen sie dann zielen. 

     Etwas peinlich verlief der folgende, heutige Morgen. Der Tüünstedter Hochnebel-Beschuss mittels unserer diversen Schutztruppen-Geschütze hat keinerlei Durchlöcherung des Hochnebels bewirkt. Laut Pilot Joe lag die Untergrenze des Hochnebels bei etwa 75m. Ganz nach oben über den Hochnebel hinaus hat er sich nicht getraut.

     Auch der Wikinger-Sonnen-Stein von Alfred Mehrstein hat bei der Lagebestimmung der Sonne nicht geholfen, trotz Kompass, Landkarte und Uhr. 

     Elfriede Suurbier wirkt jetzt zunehmend sauer. Sie legt übrigens Wert darauf, dass sie und ihr Alter (Bauer Suurbier) echte Tüünstedter aus Nordwest-Tüünland sind (Haartswyk). Mit hochdeutschen Bier-Typen aus Südkontinentaldeutschland hat sie nichts zu tun. Ihr Mädchenname war übrigens Peddersen. Einer ihrer Vorfahre soll zusammen mit einem gewissen Gustav Eriksson Vasa aus Schweden über die Ostsee gekommen sein. 

Susi Skript / Tüünstedter Nachrichten Manufaktur